Schwarzer Holunder

Schwarzer Holunder Sambucus nigra L.


Allgemeines: Bei den alten Germanen wurde der Holunder als ein heiliger Baum verehrt. Im Volksglauben sollen Holunderzweige vor bösen Geistern, Unheil und Feuer schützen. In der Klostermedizin wurde Holunder bei Gicht und rheumatischen Beschwerden, Husten, Erkältung, zur Magenstärkung und auch als Abführmittel eingesetzt. Heute wie auch damals wird die schweißtreibende Wirkung der Beeren und Blüten geschätzt.


In einigen Fertigarzneimitteln sind Wirkstoffe der Holunderbeeren- und blüten enthalten.


Botanik: Der Schwarze Holunder gehört zu der Familie der Geißblattgewächse. Dieser große Strauch kann leicht eine Höhe bis 6 m erreichen. Er ist sehr schnell wachsend. Die weißen Blüten erscheinen in flachen, doldenähnlichen Blütenständen in den Monaten Mai bis Juli. Die Beeren sind blau-schwarz gefärbt.


Der Holunder liebt feuchte Böden. Er ist in ganz Europa und auch Asien verbreitet.


Inhaltsstoffe: In den reifen Früchten des Holunders sind Mineralstoffe und Vitamine vorkommend. Die Blüten enthalten Gerbstoffe, ätherische Öle, Schleimstoffe, Kämpferol, Rutosid, Quercetin und schweißtreibende Glykoside. In den Blättern, der Rinde und auch in den unreifen Früchten findet man das Blausäureglykosid Sambunigrin.


Heilwirkung: Der Holunder hat eine schweißtreibende, harntreibende, abführende und abwehrstärkende Wirkung.


Anwendung: Holunderblütentee wird als schweißtreibendes Mittel bei Erkältungen und grippalen Infekten eingesetzt. Ebenfalls ist Tee ein bewährtes Hausmittel zur Kur bei Harnsteinen. Heißer Holunderblütentee wird auch gern zur Inhalation bei Husten eingesetzt.


Verträglichkeit: In unreifen Beeren, Blättern, in der Rinde und der Wurzel ist giftige Blausäure enthalten. Sie werden daher nicht für Heilzwecke genutzt.



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05-04-2012

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