Ringelblume

Ringelblume Calendula officinalis L.


Allgemeines: Die Ringelblume hatte bereits im Mittelalter für Heilzwecke eine große Bedeutung. Bereits Hildegard von Bingen empfiehlt die Verwendung dieser Pflanze für eine innerliche Anwendung bei Verdauungsstörungen und Vergiftungen und äußerlich bei der Behandlung von Ekzemen. „Dazu nehme man die Blüten und auch Blätter der Ringelblume und drücke den Saft aus.“


Neben der Äbtissin erkannte auch der Dominikanermönch Albertus Magnus im 13. Jahrhundert die Heilwirkung der Ringelblume bei Brandwunden. Ebenfalls wurde die Ringelblume bis in das 19. Jahrhundert hinein zur Krebstherapie eingesetzt.


Die Ringelblume findet heute noch Verwendung bei innerlicher Anwendung gegen Verdauungsstörungen und bei einer äußerlichen Anwendung gegen Entzündungen.


Botanik: Die Ringelblume gehört zur Familie der Korbblütengewächse. Sie wird heute auch als einjährige Gartenzierpflanze gezogen. Ihre leuchtend gelben Blüten erscheinen in den Monaten von Mai bis Oktober. Die Pflanze liebt einen tiefgründigen, nährstoffreichen und lehmigen Boden. Sie ist in ganz Europa, Westasien und auch den USA beheimatet.


Inhaltsstoffe: In der Ringelblume sind neben ätherischen Ölen auch Sapogenin, Saponine, Glykoside, Carotinoide, Xanthophylle, Eiweiß,- Bitter- und Schleimstoffe, Fermente, Flavonoide und organische Säuren enthalten.


Heilwirkung: Die Ringelblume hat eine wundheilungsfördernde, entzündungshemmende, krampflösende, antibiotische, immunstimulierende, beruhigende und auch blutdrucksenkende Wirkung.


Anwendung: Die Verwendung der Ringelblume erfolgt heute überwiegend in Form von Salben. Diese werden zur Wundbehandlung bei Geschwüren, Verstauchungen, Verrenkungen, Nagelbettentzündungen, Abzessen und auch Riss-, Quetsch- und Brandwunden eingesetzt.


Ein bewährtes Hausmittel ist ein aus der Ringelblume bereiteter Tee. Er wird zur Spülung bei entzündeten Schleimhäuten und ebenso auch als Umschlag bei Hautwunden eingesetzt.


Verträglichkeit: Es sind bei der Verwendung von der Ringelblume keine Nebenwirkungen bekannt. Allerdings besteht die Möglichkeit, dass es mitunter zu allergischen Reaktionen kommen kann.


 



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18-04-2012

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