Lein

Lein Linum usitatissimum L.


Allgemeines: Schon vor mehr als 5000 Jahren wurde Lein oder auch als Flachs bekannt als Nahrungsmittel angebaut. Im alten Ägypten wurden dann vor rund 3000 Jahren einbalsamierte Pharaonen in Leinentücher gehüllt und bestattet. Dioskurides belegte bereits zu seiner Zeit die Anwendung von Leinsamen innerlich und auch äußerlich bei Sonnenbrand, Geschwüren, gegen Husten, als Abführmittel und auch als Sitzbadzugabe. In der Klostermedizin wurde Leinsamen zur äußerlichen Anwendung bei Lungenschmerzen verwendet.


Heute findet Leinöl auch gern Anwendung in der Küche.


Botanik: Der Lein ist der Familie der Leingewächse zugehörig. Es kann als einjähriges oder auch ausdauerndes Kraut vorkommen. Die Stängel sind aufrecht. Die hellblauen Blüten erscheinen in den Monaten Juni bis August. Das Kraut wächst auf nicht zu trockenen Böden bis in die alpinen Regionen. Es ist weit verbreitet im Mittelmeerraum.


Inhaltsstoffe: Im Lein sind Schleimstoffe, fette Öle, Cyanide und Linamarase enthalten.


Heilwirkung: Der Lein hat eine verdauungsregulierende, abführende, schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung.


Anwendung: Leinsamen ist ein sehr geschätztes Hausmittel bei chronischer Verstopfung. Ein Leinsamenaufguss hat eine lindernde Wirkung bei Magenbeschwerden. Verwendung findet der Aufguss auch als Mundspülung bei Mund- und Rachenentzündungen. Zur Linderung bei Hautabschürfungen, Schuppenflechte, Hautausschlägen und Gürtelrose und der schnellen Abheilung kommt Leinöl zum Einsatz.


Verträglichkeit: Bei der Aufnahme von Leinsamen sollte immer genügend Flüssigkeit zur Verfügung stehen. Dabei sollte immer eine hohe Dosierung vermieden werden, da im Leinsamen die enthaltenen Cyanide toxisch wirken können. Ebenfalls sollte Leinsamen nicht über einen längeren Zeitraum verwendet werden. Ansonsten sind keine Nebenwirkungen bekannt.


 



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18-04-2012

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