Johanniskraut

Johanniskraut Hypericum perforatum L.


Allgemeines: Die Heilkraft des Johanniskrautes war bereits schon in der Antike bekannt. Im 8. Jahrhundert wird im Lorscher Arzneibuch der Einsatz von Johanniskraut gegen Melancholie und geistige Verwirrtheit belegt. Heute wird Johanniskraut aufgrund seiner leicht stimmungsaufhellender Wirkung als Antidepressivum eingesetzt.


Botanik: Das Johanniskraut gehört zur Familie der Hartheugewächse. Die goldgelben Blüten dieser Wald- und Wiesenpflanze erscheinen im Juni. Das Kraut liebt trockene Böden. Es ist in ganz Europa, Asien, Nordafrika, Australien und in Nord- und Südamerika beheimatet.


Inhaltsstoffe: Im Johanniskraut sind ätherische Öle, die Flavonolglykoside- Rutin, Hyperosid, Quercitrin, Hypericin, Pseudohypericin, Catechingerbstoffe und das Phloroglucinderivat Hyperforin enthalten.


Heilwirkung: Die Wirkung des Johanniskrautes ist antidepressiv, beruhigend, verdauungsfördernd, entzündungshemmend und gallentreibend.


Anwendung: Als pflanzliches Antidepressivum muss das Johanniskraut über einen Zeitraum von mindestens 4 bis 6 Wochen eingenommen werden. Beim Einsatz von Johanniskraut werden die Verdauung und der Kreislauf angeregt. Tee und auch Tinkturen wirken Menstruationsbeschwerden und Stimmungsschwankungen entgegen. Das aus den Blüten hergestellte Rotöl dient zur äußerlichen Anwendung bei Hexenschuss, zur Schmerzlinderung und auch Wundheilung nach Verrenkungen, Verstauchungen und auch bei Blutergüssen und der Gürtelrose.


Verträglichkeit: Bei einer längeren Anwendung von Johanniskraut wird die Haut besonders lichtempfindlich. Dann ist direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Bei der Einnahme einer höheren Dosierung über einen längeren Zeitraum kann es leicht zu Interaktionen mit Blutverdünnern, den Cumarinen und Digitalisglykosiden kommen. Hierzu ist der Hausarzt aufzusuchen.


 



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05-04-2012

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