Baldrian

Baldrian Valeriana officinalis L.


Allgemeines: Bereits 400 v. Chr. wurde Baldrian als Heilpflanze bei Frauenleiden, Herzbeschwerden und Sehstörungen eingesetzt. Seinen deutschen Namen erhielt die Pflanze von dem nordischen Lichtgott Baldur. In der Klostermedizin setzte Hildegard von Bingen Baldrian auch zur Behandlung von der Pest und Seuchen, sowie der Gicht ein. Im 18. Jahrhundert wurde Baldrian aufgrund seiner beruhigenden und entspannenden Wirkung als Heilmittel bei Schlafstörungen und Nervosität verwendet.


Botanik: Baldrian gehört zu den Baldriangewächsen. Die Wiesenpflanze wächst auf feuchten und trockenen Böden bis in die hochalpinen Regionen, sowie in Sibirien, Kaukasien, Russland und Japan. Die hellrosa bis weißen Blüten erscheinen in den Monaten Juni bis August. Für Heilzwecke werden Wurzeln von zweijährigen, kultivierten Pflanzen verwendet. Diese werden gesäubert und getrocknet.


Inhaltsstoffe: Im Baldrian sind ätherische Öle, Bitterstoffe, Alkaloide (Chatinin und Valerin) und auch Valepotriate enthalten.


Heilwirkung: Zur Anwendung kommt die Baldrianwurzel in pulverisierter Form und als Tinktur. Baldrian wirkt beruhigend, entspannend, erfrischend, krampflösend und schlafanstoßend.


Anwendung: Baldrian kann innerlich bei nervösen Reizzuständen, Unruhe, nervösen Herzklopfen, krampfartigen Bauchschmerzen und bei Angst- und Schlafstörungen als Tee, Tinktur und auch als Extrakt in Fertigarzneimitteln angewendet werden.


Eine äußerliche Anwendung erfolgt in Form von Badezusätzen.


Eine niedrige Dosierung wirkt dabei anregend und eine höhere Dosierung sehr beruhigend.


Verträglichkeit: Bei der Verwendung von Baldrian sind keine Nebenwirkungen bekannt. Allerdings sollte er nicht zusammen mit rezeptpflichtigen Schlaf- und Beruhigungsmitteln angewendet werden.


Eine Kombination mit Hopfen oder Melisse ist möglich.


 



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