Anis

Anis Pimpinella anisum ( L.)


Allgemeines: Anis wurde bereits in der antiken ägyptischen Medizin als Heilpflanze verwendet. Bereits Dioskurides empfahl Anis als Hustenmittel und auch Wundermittel gegen Schlangenbisse. Im 8. Jahrhundert, im Lorscher Arzneibuch, wurde Anis dann als Mittel bei Verdauungsstörungen, Melancholie und Atemwegsinfekten beschrieben. Anis wird auch als Gewürz verwendet, besonders in der Weihnachtsbäckerei, aber auch im Raki, Absinth und Sambuca. Es ist ein süßlich schmeckendes Kraut.


Botanik: Die Anispflanze ist einjährig. Sie gehört zu den Doldenblütengewächsen. Das Kraut kann eine Höhe von 30 bis 50 cm erreichen. Die Grundblätter sind rundlich herzförmig. Am Blattrand sind sie gekerbt. Die weißen Blüten erscheinen vom Juli bis September. Anis liebt nährstoffreiche Böden. Es wächst wild im Orient. In Europa wird Anis in Italien, Spanien und Russland kultiviert. Natürlich ist Anis auch in deutschen Kräutergärten vertreten. Die Früchte sind eiförmig und haben eine Größe von 3 mm. Die Ernte erfolgt im August bis September.


Inhaltsstoffe: Anis enthält ätherische Öle, wie trans- Anethol und Cineol, weiterhin Cumarine, fettes Öl, Zucker, Flavonoide, Eiweiß, Bitter- und Gerbstoffe.


Heilwirkung: Verwendung finden hauptsächlich die Früchte. Anis wirkt krampflösend, appetitanregend, schleimlösend, antibakteriell und verdauungsfördernd.


Anwendung: Zur Anwendung kommt in den meisten Fällen Anistee. Er wirkt gegen Blähungen, Magen- und Darmbeschwerden, Erkältungen, Husten und bei Säuglingen auch gegen Koliken und Blähungen. Anis wirkt auch sehr anregend auf die Milchbildung bei Müttern.


Vorsicht! Anisöl darf nur verdünnt Verwendung finden.


Verträglichkeit: Es können mitunter allergische Reaktionen vorkommen. Allerdings sind Gegenanzeigen nicht bekannt.


 



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